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09

Apr 2020

Home Office mit Kind kann richtig anstrengend sein? Wir haben ein paar Tipps für Sie

Die Kitas und die Schulen sind zu. Sie müssen im Homeoffice den ungewohnten Spagat zwischen Beruf, Familie, Notprogramm für Kinder und Homeschooling meistern?

Wir haben für Sie ein paar Tipps gesammelt – als Best Off der Maßnahmen, die in der aktuellen Situation helfen können. 


1. Situation erklären
: Versuchen Sie, Ihren Kindern die Situation vereinfacht zu erklären – auch mithilfe von Videos, Comics oder Hörbeispiel. Sprechen Sie offen über die verschiedenen Aspekte. Hier geht es um die Situation zu Hause, wer wann arbeiten muss, warum die Hände gewaschen werden müssen, ebenso wie um die Verbote und Einschränkungen vor der Türe, dass die Schule geschlossen hat, die Freunde nicht besucht werden bis hin zu der möglichen Angst vor dem Virus.

Es gibt viele gute Angebote speziell für Kinder, die die aktuellen Veränderungen durch Corona erklären und zeigen, wie sie im Alltag damit umgehen können. Zwei Beispiele möchten wir hervorheben: 

  • „Folgen von Corona und was zu tun ist – in 3 Minuten erklärt für Kinder von 6-12“ von der Deutschen Gesellschaft für Psychologie Video 
  • „Das Coronavirus Kindern einfach erklärt“ von der Stadt Wien Video


2. Gemeinsam Verantwortung übernehmen
: In Haushalten mit zwei Erziehungsberechtigten kommt es jetzt auf gute Teamarbeit an. Wechseln Sie sich als Ansprechpartner bzw. Ansprechpartnerin für die Kinder ab, so dass sich jeweils der andere Elternteil auf die Arbeit, eigene Projekte oder Aufgaben im Haushalt konzentrieren kann.

Sie sind auf diese gegenseitige Unterstützung angewiesen. Rücksicht sollte daher schon bei der Tagesplanung anfangen. Ziel ist, die Verantwortung so festzulegen, dass sie für beide tragbar ist - aber flexibel bleibt, falls sich gegenseitige Bedürfnisse ändern.


3. Tages- oder Wochenplan erstellen
: Erstellen Sie einen gemeinsamen Tages- bzw. Wochenplan. Dabei können Sie für die Kinder auch konkrete Stundenpläne gestalten und den Schultag strukturieren. Achten Sie besonders auf ausreichend Pausen, „Quality Time“ und immer mal wieder Phasen für Bewegung – von Sport, über Toben im Garten, Radfahren, bis einfach nur den Müll wegbringen. Legen Sie die Pausen unbedingt fest und nehmen Sie sich die Zeit.

Binden Sie Ihre Kinder aktiv bei der Planung ein und sprechen Sie zum Beispiel beim gemeinsamen Frühstück noch einmal über den Tag. Bleiben Sie in der Planung flexibel – „unverhofft kommt oft“…


4. Soziale Kontakte pflegen
: Geben Sie Ihren Kindern die Möglichkeiten, soziale Kontakte weiterhin zu pflegen – durch Messengerdienste, Telefonanrufe, Video-Calls oder klassisch mit der Post. Die Kinder können beispielsweise mit ihren Freundinnen und Freunden spielen, natürlich vor dem Bildschirm oder in der virtuellen Welt. 

Außerdem bietet sich in einzelnen Fällen sogar die Möglichkeit einer Fernbetreuung für Ihre Kinder durch Verwandte oder bisherige Kontaktpersonen an. Verabreden Sie doch beispielsweise eine Runde „Stadt, Land, Fluss“ mit Opa, lassen Sie die die Mathehausaufgaben mit der Tante rechnen oder prüfen Sie, ob der Gitarrenlehrer nicht auch per Video unterrichten kann.

Legen Sie, wenn nötig, Bildschirmzeiten fest. Weitere Informationen zu diesem Thema, Empfehlungen für Nutzungszeiten etc. finden Sie auf den Seiten von klicksafe, einem Programm der Europäischen Union für mehr Sicherheit im Internet.


5. Gemeinsam Kochen & Backen: Versuchen Sie Ihre Kinder beim Kochen oder Backen einzubinden. Das schafft Gemeinschaft, schult die Sinne und kann sogar richtig Spaß machen. Es muss nicht immer das große Küchenmesser sein, im Topf rühren, das Besteck tragen oder die Schüssel halten vermittelt auch den ganz kleinen schon das Gefühl, gebraucht zu werden und Verantwortung zu übernehmen.

Im Internet gibt es eine große Sammlung an Rezeptideen für und zur Zubereitung mit Kindern: Von einfachen Klassikern über abwechslungsreiches Finger Food bis hin zu veganen Bowls.


6. Lernen, mit Langeweile umzugehen: Kinder können lernen, sich selbst zu beschäftigen - bereits bei den Kleinen gelingt das für eine gewisse Zeit. Das entlastet die Eltern und fördert nebenbei die Fähigkeit der Kinder, eigenständig zu sein. Oft kommt es auf die Wahl der Spielsachen an, damit die Aufmerksamkeit der Kinder nicht gleich verfliegt und laut „mir ist langweilig“ gerufen wird. Bei der einen ist es das interakive Buch über Vulkane, der andere malt und klebt mit Begeisterung, wieder andere sind in ihre bunten Bauklötze oder Legosteine vertieft. 

Und wenn doch Langeweile aufkommt? Dann sollten Sie Ihre Kinder auch in dieser Wahrnehmung positiv stärken. Vielleicht führt das besondere Gefühl der Eintönigkeit ja zu der Entdeckung des Tages …

Eine gute Beschreibung für Kinder zum Thema Langeweile finde Sie auf der Website des Deutschen Kinderhilfswerkes e.V. 

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