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Mai 2021

Wochenschau vom 28.05.2021

Wir fassen zusammen: ifo Geschäftsklimaindex, Weniger Auszubildende im Mittelstand in 2020, Konfliktmanagement in Online-Meetings, Unternehmerpaare: Als starkes Team die Corona-Krise meistern

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat ist leicht gesunken. Am Freitag meldet das Robert-Koch-Institut einen Wert von 40,1, am Donnerstag hatte er bei 40,8 gelegen. Drei Städte weisen eine einstellige Inzidenz aus: Amberg, Weiden und Schwabach. Der Kreis Günzburg sowie die Stadt Memmingen liegen noch über der Marke 100. Die Inzidenz in der Landeshauptstadt München liegt bei 30,4 und damit in den vergangenen Tagen stabil unter 50 - damit sind bald weitere Lockerungen möglich.

 

Was in der Woche passiert ist, fassen wir noch einmal für Sie zusammen.

 

ifo Geschäftsklimaindex leicht gestiegen – Mai 2021

Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich merklich verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Mai auf 99,2 Punkte gestiegen, nach 96,6 Punkten (saisonbereinigt korrigiert) im April. Dies ist der höchste Wert seit Mai 2019. Die Unternehmen waren zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Zudem blicken sie deutlich optimistischer auf die kommenden Monate. Die deutsche Wirtschaft nimmt Fahrt auf.

Im Verarbeitenden Gewerbe konnte der Index leicht zulegen. Die Unternehmen waren erneut merklich zufriedener mit ihren laufenden Geschäften. Die Erwartungen bekamen einen erheblichen Dämpfer, blieben jedoch positiv. Der Auftragsbestand konnte zulegen, und die Unternehmen erwarten Preissteigerungen.

Im Dienstleistungssektor ist der Geschäftsklimaindex auf den höchsten Wert seit Februar 2020 geklettert. Dies war auf deutlich optimistischere Erwartungen zurückzuführen. Auch die Einschätzungen zur aktuellen Lage verbesserten sich. Vor allem in Gastgewerbe und Tourismus kehrte Optimismus zurück.

Auch im Handel konnte der Index deutlich zulegen. Die Händler waren zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Zudem kehrte ein vorsichtiger Optimismus bei den Erwartungen zurück. Während der Großhandel weiter von der guten Industriekonjunktur profitiert, hoffen die Einzelhändler auf weitere Lockerungen.

Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima verbessert. Die Urteile zur aktuellen Lage konnten leicht zulegen. Auch die Erwartungen fielen weniger pessimistisch aus. Das Problem der Materialknappheit hat sich jedoch nochmals verschärft.

Den Geschäftsklimaindex des ifo Instituts können Sie hier einsehen und herunterladen.

 

Mittelständische Unternehmen stellten 2020 weniger Auszubildende ein

Jedes vierte mittelständische Ausbildungsunternehmen stellt im Corona-Jahr 2020 weniger Auszubildende ein. Dabei galt: Je größer die Krisenbetroffenheit, desto weniger Ausbildungsaktivität.

Die Corona-Krise hat der Ausbildungsaktivität des Mittelstands und damit den beruflichen Einstiegsmöglichkeiten junger Menschen in Deutschland einen kräftigen Dämpfer verpasst. Einer Sondererhebung im repräsentativen KfW-Mittelstandspanel zufolge hat im vergangenen Jahr jedes vierte (26 %) ausbildende mittelständische Unternehmen aufgrund der Krise weniger neue Lehrlinge eingestellt als ursprünglich geplant. Bei 71 % hatte die Krise keine Auswirkungen auf die Anzahl neuer Azubis, nur 3 % haben ihre Ausbildungsaktivität ausgeweitet.

Die Ausbildungsaktivität der Unternehmen hängt davon ab, wie sehr sie die Folgen der Corona-Krise spüren. Zum Zeitpunkt der Befragung Ende Januar 2021 waren zwei Drittel (67 %) der ausbildenden Firmen unmittelbar von der Krise betroffen, z.B. durch Umsatzeinbußen oder Liquiditätsengpässe. Von diesen Unternehmen haben 32 % im Jahr 2020 weniger Azubis eingestellt als zuvor geplant.

Diese und viele weitere Informationen finden Sie im Coronavirus-Newsticker für Bayern des BR24.

Darüber hinaus haben sie hier die Möglichkeit des KfW-Mittelstandspanel 2020 herunterzuladen.

 

Konflikte in Online-Meetings lösen

Mehr Teams denn je finden sich in Online-Meetings wieder. Wie in der echten Begegnung können sich auch hier Beteiligte angiften oder anschweigen. Allerdings kommen remote ein paar neue Konfliktherde hinzu. 5 Tipps, um Konflikten online vorzubeugen:

  • Sorgen Sie für Austausch! Informelle, virtuelle Treffen sind wichtig und notwendig, als Verabredung zur Mittags- oder Kaffeepause oder auf einen Feierabenddrink.
  • Führen Sie ein Kick-off-Meeting ein! Es hat sich bewährt, wenn sich die Teammitglieder erst mal zehn bis 15 Minuten austauschen können, bevor der offizielle Teil startet.
  • Greifen Sie zum Telefonhörer oder sprechen per Videochat mit Ihren Mitarbeitenden, statt nur E-Mails zu versenden! Das ist persönlicher. Fragen Sie nach dem Befinden im Homeoffice, berichten Sie von eigenen Erfahrungen. Zeigen Sie sich ansprechbar.
  • Fördern Sie den Austausch von Wissen über Projektstatus, neue Herausforderungen und Entwicklungen! Unklare Arbeitsaufträge, fehlende Transparenz über Arbeitsfortschritte und Ziele erzeugen Frust. Setzen Sie digitale Werkzeuge ein, um Aufgaben zu planen und deren aktuellen Stand zu erfahren.
  • Nutzen Sie eine Checkliste für die gelingende Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten! Sie ermöglicht, immer wieder neu zu überprüfen, wo das Team bezogen auf den Umgang miteinander sowie die Aufgabenerfüllung steht, aber auch, ob die Führung ihren Job macht. Gemeinsam reflektieren Sie mit dem Team den aktuellen Ist-Stand im Vergleich zum gewünschten Zustand. Sie und das Team erkennen Probleme, aber auch Fortschritte und Lösungswege.

Hintergrundinformationen und Antworten auf weitere spannende Fragen zu diesem Thema finden Sie in dem Ausführlichen Interview mit Annette Vorpahl im Beitrag von Faktor A – Das Arbeitgebermagazin.

 

Unternehmerpaare: Als starkes Team die Corona-Krise meistern

Unternehmerpaare wissen: Sie können sich immer aufeinander verlassen. Auch dann, wenn es hart auf hart kommt. Doch die Corona-Krise belastet sie jetzt oft im Privatleben ebenso wie in der Firma.

Für Kathrin Wahl sollte das Jahr 2020 ein ganz besonderes werden: Ganze sechs Monate Elternzeit hatte sie für ihren im Dezember 2019 geborenen Sohn eingeplant. Für die Unternehmerin eine große Sache: „Als vor 13 Jahren unser erster Sohn geboren wurde, gab es keine Gelegenheit für eine echte Babypause“, erinnert sie sich. „Damals hatten mein Mann und ich nämlich gerade angefangen, das Unternehmen aufzubauen.“

Statt der ersehnten ruhigen Babypause kam dann Corona: „Da bin ich natürlich früher als geplant wieder zurück ins Geschäft.“ Wer gemeinsam ein Unternehmen führt, hat in der Regel schon viele Krisen und Herausforderungen miteinander gemeistert – sei es im Privaten, sei es im Geschäft. Drei Viertel aller Handwerksunternehmen werden laut dem Zentralverband des Handwerks (ZDH) von Paaren geleitet. Ob sie das Unternehmen als Gründer gemeinsam aufgebaut haben, ob einer oder eine später in den Betrieb des Partners mit eingestiegen ist oder ob beide gemeinsam in den seit vielen Generationen bestehenden Familienbetrieb eingestiegen sind: Sie alle haben Familie und Unternehmen immer wieder als Team durch gute und schlechte Zeiten geführt – und dabei wertvolle Erfahrungen gesammelt. Und genau die helfen auch jetzt bei der Bewältigung der Corona-Krise.

Eine so komplexe Herausforderung wie diese hat es allerdings noch nie gegeben. „Wenn man als Paar ein Unternehmen leitet, dann hat man jetzt diese riesige gemeinsame Verantwortung, ganz existenziell für die Sicherheit von Mitarbeitern und Kunden zu sorgen“, sagt Maren Ulbrich, die mit ihrer Beratungsgesellschaft „Handwerksmensch“ sehr vielen Unternehmerpaaren bei der Unternehmens- und Mitarbeiterführung zur Seite steht. „Gleichzeitig kommen viele familiäre und private Themen dazu, um die man sich kümmern muss.“ Denn diese Krise ist keine, die nur das Unternehmen belastet. Viele Unternehmerpaare haben Eltern und Großeltern, um die sie sich sorgen, dann sind da noch die geschlossenen Schulen und Kindergärten, Ängste und Sorgen um die Gesundheit der Liebsten. Das gilt in der Corona-Krise zwar für die meisten Menschen: Sorgen um den eigenen Job und die eigene Familie treiben in dieser Zeit alle um. „Als Unternehmerpaar vermischen sich aber zusätzlich immer wieder private und geschäftliche Risiken und können sich gegenseitig verstärken“, sagt Ulbrich.

Lesen Sie mehr zu dem Thema in einem Beitrag des Handwerk Magazin.

 

 

Es wird darauf hingewiesen, dass der Familienpakt lediglich informieren kann, wir aber keine Rechtsberatung vornehmen dürfen. 

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