Vereinbarkeit von Pflege und Schichtdienst ist machbar und ein Wettbewerbsvorteil. Viele Beschäftigte tragen Pflegeverantwortung, während Früh-, Spät- oder Nachtdienste verlässliche Mindestbesetzungen erfordern. Wer diese Spannung aktiv und pflegesensibel gestaltet, entlastet Teams, reduziert Ausfälle und bindet erfahrene Fachkräfte. Der Schlüssel liegt in klaren Prozessen, festen Ansprechpersonen, geschulten Führungskräften und einer Kommunikation, die über alle Dienste hinweg Orientierung gibt und Hemmschwellen senkt.
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Für Kleinbetriebe, egal ob Friseursalon, Autowerkstatt oder Bäckerei, ist Vereinbarkeit kein Luxus, sondern ein handfester Vorteil im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte. Auch bei ortsgebundenen Tätigkeiten lässt sich mit überschaubaren, praxistauglichen Schritten spürbare Entlastungen schaffen. Der Schlüssel liegt in klaren Dienstplänen, fairen Regeln, verlässlichen Absprachen und lokalen Kooperationen. Entscheidend ist, dass Vereinbarkeit im Alltag ankommt: transparent, planbar und mit Lösungen, die zum Betrieb passen.
Regelmäßige Mitarbeitendengespräche sind ein wirkungsvolles Mittel, um eine vertrauensvolle Kultur zu stärken, besonders, wenn Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausdrücklich Teil des Austauschs ist. Ob anlassbezogen, zum Beispiel beim Wiedereinstieg, oder turnusmäßig: Wenn Vereinbarkeit als fester Gesprächsbestandteil verankert wird, zeigt das Haltung, macht Bedürfnisse früh sichtbar und ermöglicht passgenaue Lösungen im Einzelfall.
Ein Novum schleicht sich in die Unternehmenslandschaft von Bayern: der Kindermitbringtag. Am schulfreien Buß- und Bettag, einem Tag, der traditionell viele berufstätige Eltern vor große Herausforderungen stellt, öffnen immer mehr Unternehmen ihre Türen für die jungen Familienmitglieder ihrer Mitarbeitenden. Doch wie organisiert man einen solchen Tag effektvoll und stressfrei? Wir haben die Antworten.
Familienfreundlichkeit ist die Zukunft der modernen Arbeitswelt, das zeigte die Veranstaltung im Landkreis München eindrucksvoll. In festlichem Rahmen wurden die neuen Mitglieder im Familienpakt Bayern willkommen geheißen, begleitet von klaren Botschaften zur Bedeutung von Vereinbarkeit für die Arbeits- und Fachkräftesicherung. Bayerns Familienministerin Ulrike Scharf betonte: „Jeder neue Betrieb im Familienpakt Bayern ist ein wichtiger Schritt hin zu einer familienfreundlichen Arbeitswelt. In Bayern sollen Beruf und Familie zusammenpassen und keine Gegensätze sein.“ Auch Christoph Göbel, Landrat des Landkreises München betonte in seiner Rede: „Familienfreundlichkeit ist heute ein wesentlicher Bestandteil einer modernen Arbeitskultur. Der Landkreis München steht für hohe Lebensqualität und wirtschaftliche Stärke – beides gelingt nur, wenn Familie und Beruf miteinander vereinbar sind.“
Pflege trifft Berufstätigkeit: Wenn Beschäftigte Angehörige versorgen, entscheidet die Unternehmenskultur darüber, ob Arbeit und Pflege nebeneinander vereinbar sind. Wie das gelingt, zeigte unser Online Seminar am 23. Oktober 2025 von 10:00 bis 11:00 Uhr; kompakt, praxisnah, mit sofort umsetzbaren Impulsen.
In der heutigen, dynamischen Arbeitswelt stehen Unternehmen und Betriebe vor der bedeutenden Herausforderung, eine vielfältige Belegschaft erfolgreich zu integrieren. Unterschiedliche Generationen und Lebensphasen treffen aufeinander: Junge Eltern balancieren zwischen Familie und Karriere, pflegende Angehörige übernehmen zusätzliche Verantwortung für Familienmitglieder, während die ältere Generation – die Babyboomer – trotz Erreichen der Renten- bzw. Pensionsgrenzen weiterhin aktiv im Arbeitsleben mitwirkt. Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit liegt darin, dass der Arbeitgebende als Brückenbauer agiert, um eine inklusive und harmonische Arbeitsumgebung zu schaffen, die den vielfältigen Bedürfnissen aller Generationen gerecht wird.
