Die Zahl der Menschen, die im Alltag auf Unterstützung angewiesen sind, wächst kontinuierlich. Für viele Beschäftigte bedeutet das eine zusätzliche Belastung, da sie Pflege und Beruf miteinander vereinbaren müssen. Unternehmen und Betriebe stehen damit vor der Aufgabe, passende Strukturen zu schaffen. Eine besonders hilfreiche Maßnahme ist der Einsatz von betrieblichen Pflegelotsen. Sie geben pflegenden Angehörige im Unternehmen oder Betrieb Orientierung im komplexen Pflegesystem und vermitteln passende Hilfs- und Beratungsangebote. In Bayern bieten Organisationen wie regionale Verbünde, Krankenkassen, Wohlfahrtsverbände sowie Industrie- und Handelskammern entsprechende Qualifizierungen an.
Nachrichten
Am 11. Februar 2026 fand die Online‑Jahresauftaktveranstaltung des Familienpakts Bayern statt. Unter dem Jahresmotto „Zukunft sichern – Familienfreundliche Arbeitswelt für jede Lebensphase“ kamen zahlreiche Mitglieder und Netzwerkpartner zusammen, um neue Impulse zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erhalten und sich über die Entwicklungen im Familienpakt Bayern zu informieren.
Der Familienpakt Bayern hat eine Mission: Bayerns Unternehmen dabei zu unterstützen, Familienfreundlichkeit erfolgreich zu leben. Mit klarer Struktur und intuitiver Navigation gelangen Sie jetzt schneller zu den gewünschten und aktualisierten Informationen rund um Vereinbarkeitsthemen zu Familie und Beruf.
Am 15. Januar 2026 rückte der A³ Wirtschaftsdialog in Augsburg, durchgeführt in Kooperation mit dem Gesundhaus i‑Tüpferl, zentrale Fragen moderner, mitarbeitetendenorientierter Personalpolitik in den Mittelpunkt. Dabei zeigte sich deutlich: Arbeitgebendenattraktivität entsteht dort, wo Unternehmen die Lebenswirklichkeiten ihrer Beschäftigten ernst nehmen, und entsprechende Strukturen schaffen.
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist längst kein bloßes Zusatzangebot mehr, sondern ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Unternehmen und Betriebe, die familienfreundliche Strukturen schaffen, profitieren von motivierten Mitarbeitenden, geringerer Fluktuation und einer starken Arbeitgebendenmarke. Der Familienpakt Bayern zeigt praxisnahe Wege auf, wie Sie sofort handeln können. Hier sind zehn Maßnahmen, die sich schnell umsetzen lassen:
Im Jahr 2025 hat der Familienpakt Bayern seinen Wachstumskurs fortgesetzt und wichtige Akzente für mehr Familienfreundlichkeit in der Arbeitswelt gesetzt. Das Netzwerk ist weitergewachsen, die Sichtbarkeit hat zugenommen und der Austausch mit und zwischen den Mitgliedern wurde intensiviert. Anerkennung, Vernetzung und Wissenstransfer standen im Mittelpunkt und zeigten die Stärke der Gemeinschaft.
Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder: Dritter Bericht des BMFSFJ zum Ganztagsausbau veröffentlicht
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend legte am 03.12.2025 den dritten Bericht über den Ausbaustand der ganztägigen Bildungs- und Betreuungsangebote für Grundschulkinder vor. Dieser zeigt, dass der Ausbau voranschreitet.
Am Donnerstag, 27. November 2025, stellte die Volkshochschule Arberland im ARBERLAND Haus in Regen im Rahmen einer Auftaktveranstaltung das Projekt MAMA@work vor. Das Projekt will Frauen im Landkreis Regen nach einer Familienzeit gezielt beim beruflichen (Wieder-)Einstieg mit kostenfreien Angeboten unterstützen – individuell, praxisnah und strukturell wirksam. Rund 35 Teilnehmende aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft waren ins ARBERLAND Haus gekommen, um sich über das innovative Vorhaben auszutauschen. MAMA@work ist Teil der aktuellen Förderrunde des Bayerischen Arbeitsmarktfonds und eines von nur vier Projekten in Bayern, die gezielt die Chancen von Frauen am Arbeitsmarkt stärken.
Vereinbarkeit von Pflege und Schichtdienst ist machbar und ein Wettbewerbsvorteil. Viele Beschäftigte tragen Pflegeverantwortung, während Früh-, Spät- oder Nachtdienste verlässliche Mindestbesetzungen erfordern. Wer diese Spannung aktiv und pflegesensibel gestaltet, entlastet Teams, reduziert Ausfälle und bindet erfahrene Fachkräfte. Der Schlüssel liegt in klaren Prozessen, festen Ansprechpersonen, geschulten Führungskräften und einer Kommunikation, die über alle Dienste hinweg Orientierung gibt und Hemmschwellen senkt.
